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Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, 1648, wurde in der Pfarrkirche St. Martin in Bigge ein Junge auf den seltenen Vornamen Raban getauft. Dieser Name geht auf das althochdeutsche Wort für „Rabe“ zurück. Seine Eltern waren Philippus Norman und Elisabeth Hogreven, die 40 Jahre gemeinsam in Grimlinghausen, einem kleinen Ort bei Nuttlar, verbrachten.

Als Taufpaten wurde ein Rabe „aus Bigger Cornet“ genannt – und eine Margaretha. Ihre Familiennamen lassen sich bislang nicht zweifelsfrei entziffern:

Eine interessante Spur führt nach Antfeld. Dort wurde am 14. Februar 1626 ein Franz Raban getauft. Seine Eltern werden im Kirchenbuch als Johann und Anna von Berninghausen genannt.

Der Vorname Rabe beziehungsweise Raban wurde damals auch innerhalb von Familien über Generationen weitergegeben. Tatsächlich gibt es ihn mehrfach bei Angehörigen der adeligen Familie von Berninghausen, die einen Teil des Rittergutes Antfeld besaß.

Könnte der Taufpate Raban Normans aus diesem Familienkreis gestammt haben? Vielleicht war dieser Raban ein Sohn oder anderer Verwandter des Johann Rabe von Berninghausen. Beweise dafür gibt es bisher nicht, doch die Übereinstimmung der Vornamen und die räumliche Nähe sprechen dafür.

Foto oben: Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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