Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Hoch über dem Ruhrtal, auf dem Gebiet der Gemeinde Ense, steht weithin sichtbar die Fürstenbergkapelle. Sie befindet sich auf dem Gelände eines bedeutenden mittelalterlichen Burgkomplexes.

Die Hauptburg auf Richters Köppken
Die mittelalterliche Anlage war weit größer, als es die heutigen Spuren vermuten lassen. Die eigentliche Burg, die Vorstenburg, wurde im 13. Jahrhundert vom Kölner Erzbischof errichtet und lag auf dem Bergvorsprung, der heute Richters Köppken heißt.

Modell der Vorstenburg im Fresekenhof
Foto: (nob), CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons  

Die strategische Lage der Vorstenburg brachte nicht nur Vorteile, sondern auch ständige Risiken. Immer wieder geriet die Burg in die Konflikte der regionalen Mächte, denn hier trafen drei  Herrschaftsgebiete aufeinander:

  • das Territorium des Kölner Erzbischofs,
  • die Grafschaft Arnsberg mit dem Vorwerk Neheim,
  • die Grafschaft Mark Altena.

Wer diesen Punkt kontrollierte, beherrschte die Wege entlang der Ruhr, konnte Handel überwachen, Zölle erheben und militärische Stärke demonstrieren.

Von der Vorstenburg sind heute nur noch wenige Spuren im Wald erkennbar.

Warum dieser Ort „Richters Köppken“ genannt wird, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Möglicherweise war das der Name eines Besitzers.
Foto links: VGbertelsmann, CC BY-SA 3. via Wikimedia Commons

Foto ganz oben: Michael Kramer, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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