Die ersten Burgmannen
Als erster urkundlich belegter Burgmann gilt Hermann von Fürstenberg (1295–1298). Er stammte aus der Familie von Binolen im Hönnetal und nahm den Namen „von Fürstenberg“ nach seinem Amtssitz an. Mit ihm erscheint zugleich die erste Erwähnung der bis heute bestehenden Familie der Freiherren von Fürstenberg.
Kriege, Zerstörung und Wiederaufbau
Die strategische Lage brachte der Vorstenburg nicht nur Bedeutung, sondern auch ständige Gefahren. Im frühen 14. Jahrhundert wurde sie mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Die letzte sichere Erwähnung stammt aus dem Jahr 1326. Vermutlich fiel die Burg in den 1340er Jahren endgültig einer Zerstörung zum Opfer – diesmal so gründlich, dass kein Wiederaufbau mehr erfolgte.
Die Herren der Burg, die Familie von Fürstenberg, verlegten ihren Sitz daraufhin in eine neue Anlage bei Ense-Bremen: Neu Fürstenberg, auch Waterlappe genannt. Die bei Ense-Bremen gelegene Wasserburg wurde zum neuen Stammsitz der Familie und blieb es bis 1633. Es handelte sich um einen recht großen Vierflügelbau, der von Gräften umgeben war. Von der Waterlappe sieht man noch Reste der alten Wassergräben im Gelände. Die Burg selbst wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört; der Überlieferung nach nutzte man ihre Steine später für den Weg nach Lüttringen.

