Wie im Wald bei Obereimer eine ungewöhnliche Teichlandschaft entstand

Die Teiche des Oberförsters Goebel

Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Wer durch die Wälder bei Obereimer wandert, stößt hier und da auf kleine Teiche, Wasserläufe und feuchte Senken. Manche wirken, als hätten sie schon immer zur Landschaft gehört. Tatsächlich steckt hinter einem Teil dieser Gewässer eine ganz eigene Geschichte – und ein Mann, dessen Name eng mit dem Arnsberger Wald verbunden war: Oberförster Eduard Goebel.

Vor gut 100 Jahren ließ Goebel im Waldgebiet von Obereimer insgesamt 18 Teiche anlegen. Mehrere davon befanden sich im Kerbtal des Teufelssiepens. Alte Fotografien zeigen kleine Wasserflächen, Stege, Wege und künstlich angelegte Kaskaden. Damit entstand mitten im Wald eine Landschaft, die weit über eine rein forstwirtschaftliche Nutzung hinausging.

Zu den bis heute bekannten Gewässern gehört der Gockelsteich, der noch immer ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Wanderer ist.

Oberförster Eduard Goebel

Eduard Goebel wurde am 22. Januar 1861 in Calbe geboren und kam später nach Arnsberg, wo er als Oberförster und später Oberforstmeister tätig war.

Seine Ehefrau hieß Marie Pfeiffer. Das Ehepaar hatte fünf Kinder: Else, Annemarie, Agnes, Max und Klaus.

Die Familie Goebel auf der zugefrorenen Ruhr. Links im Hintergrund das Forsthaus Obereimer.

Goebel war nicht nur Forstmann. Die zahlreichen Fotografien aus seinem Nachlass lassen erkennen, wie intensiv er sich mit seiner Umgebung beschäftigte. Sie zeigen Waldarbeiter, Jagden, Landschaften und eben auch die Teiche, die rund um Obereimer entstanden. Eduard Goebel starb 1930 in Mühlheim an der Ruhr. Beigesetzt wurde er auf dem Eichholzfriedhof in Arnsberg.

Alle Fotos in diesem Beitrag: Goebel, Eduard [Nachlass] Copyright © LWL-Medienzentrum für Westfalen

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