Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Wer heute den Haarhof besucht, fühlt sich ein wenig in der Zeit zurückversetzt. Ein schönes altes Fachwerkhaus mit roten Ziegelausfachungen und roten Dachziegeln, Enten und Gänse, Esel, Ziegen und Schafe – der Waldbauernhof am Rande des Luerwaldes, im heutigen Wildwald Voßwinkel, vermittelt noch immer etwas vom früheren bäuerlichen Leben. Der Haarhof gehört zu den alten Höfen Voßwinkels
Die Geschichte des Hofes reicht mehr als sieben Jahrhunderte zurück. Generationen von Bauern lebten und arbeiteten hier unter ganz unterschiedlichen Bedingungen.
Während ein Bewirtschafter des Haarhofs im 17. Jahrhundert noch als leibeigen bezeichnet wurde, standen im 19. Jahrhundert zwei Männer mit demselben Hofnamen an der Spitze der Gemeinde Voßwinkel.
Noch im 17. Jahrhundert mussten die Kolonen1 den Haarhof alle zwölf Jahre erneut „gewinnen“. So bestimmte es ein Heberegister2 des Klosters Oelinghausen, dem der Hof über Jahrhunderte gehörte. Die Bewirtschafter besaßen ihn nicht als freies Eigentum, sondern waren an die Grundherrschaft des Klosters gebunden.
Foto oben: Wildwald Voßwinkel

