Von Leibeigenen und Gemeindevorstehern

Der Haarhof bei Voßwinkel

Ein Hof mit mehr als 700 Jahren Geschichte

Wann der Haarhof entstand, ist nicht bekannt. Der älteste bislang eindeutig nachgewiesene Beleg stammt aus dem Jahr 1280. Im Güterverzeichnis des Klosters Oelinghausen wird er unter der lateinischen Bezeichnung „Domus de Hare“ aufgeführt. Der Name dürfte auf die alte Gelände- oder Flurbezeichnung „Hare“ zurückgehen, mit der ursprünglich wohl eine Anhöhe bezeichnet wurde.

Foto: Wildwald Voßwinkel

Das Güterverzeichnis nennt auch die Abgaben des Hofes: zwei Malter Roggen, vier Malter Hafer, hundert Eier und vier Schilling. Die Eintragung erwähnt dabei ausdrücklich die Krankenstube der Klosterfrauen als Empfängerin dieser Leistungen.

Der Haarhof gehörte damit zu den Gütern, aus deren Erträgen sich das Kloster versorgte. Seine Bewirtschafter konnten einen Teil ihrer Erzeugnisse für den eigenen Lebensunterhalt verwenden, mussten aber zugleich die festgelegten Abgaben entrichten.

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