Von Leibeigenen und Gemeindevorstehern

Der Haarhof bei Voßwinkel

Ein Hof, der die Jahrhunderte überdauerte

Wo einst Kolonen ihre Abgaben entrichteten und ihr Nutzungsrecht regelmäßig erneuern mussten, besuchen heute Spaziergänger und Familien den Haarhof im Wildwald Voßwinkel. Der alte Waldbauernhof mit seinen Gebäuden, Stallungen und Weideflächen erinnert noch immer an seine lange landwirtschaftliche Vergangenheit.

Foto: Wildwald Voßwinkel

Seit 2023 wird die Hofanlage in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis „Psychische Gesundheit Arnsberg“ für ein Tierprojekt sowie für soziale und pädagogische Zwecke genutzt. So ist aus dem einstigen Klostergut ein Ort geworden, an dem heute Menschen zusammenkommen, Tiere versorgen und gemeinsam arbeiten.

Fotos: Wildwald Voßwinkel

So erzählt der Haarhof nicht nur von mehr als sieben Jahrhunderten bäuerlichen Lebens, sondern auch davon, wie grundlegend sich die Stellung der Menschen auf dem Land verändert hat.

  1. Kolonen waren Bauern, die einen Hof bewirtschafteten, der meist einem Grundherrn gehörte. Dafür mussten sie Abgaben zahlen und häufig auch Arbeitsdienste leisten. ↩︎
  2. Im Heberegister hielt ein Grundherr fest, welche Abgaben ihm von seinen Bauern, Höfen oder anderen Besitzungen zustanden, als welche Abgaben er „er-heben“ konnte. ↩︎

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