Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Zur Geschichte des Klosters
An der Odacker-Kapelle erinnert eine Gedenktafel daran, dass Odacker bereits im Jahr 980 als Stiftshof des Klosters Oedingen bekannt war. Südlich davon hatte sich die kleine Dorfschaft entwickelt. Nach 1200 entstand ein Eremitorium, in dem religiöse Frauen zusammenlebten und sich der Krankenpflege widmeten. Aus diesem Eremitorium entwickelte sich später ein Inclusorium1 – eine Gemeinschaft von Frauen, die nach der Regel des Heiligen Augustinus lebten.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde das Kloster am 3. Juli 1484. An diesem Tag schenkte der Dechant des Walburgisstifts zu Meschede, Conrad Dulle, den „Klausnerinnen zu Oitacker“ einen Garten in Warstein, der zuvor von einem Mitglied der alteingesessenen Familie Plucker bewirtschaftet worden war.
Im Jahr 1513 besuchte Abt Albert von Grafschaft das Kloster. Die damals vier Augustiner-Schwestern nahmen nun das Ordenskleid des Heiligen Benedikt an und standen von diesem Moment an unter der geistlichen Aufsicht eines Beichtvaters, der meist aus dem Konvent von Grafschaft kam. Einer von ihnen war Conrad Lutter, einer der bedeutendsten Gönner Odackers.

Bild:  Man muss schon etwas genauer hinsiehen, dann erkennt man in der Mitte der rechten Bildhälfte das Kloster Odacker. Deutlich zu sehen ist das Jagdschlosses in Hirschberg (Bild: gemeinfrei, ki-optimiert nach einer Zeichnung von Renier Roidkin, ca. 1730)

Bild oben: ki-generiert by Microsoft Copilot

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