Zerstörungen und Wiederaufbau
Nach Zerstörungen in den Jahren 1585 sowie während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster vorübergehend aufgegeben, um 1648 jedoch wieder bewohnt. In schweren Zeiten – wie bei den verheerenden Stadtbränden von 1597, 1778 und 1788 – fanden die Hirschberger Bürger immer wieder Hilfe und Obdach im Kloster.

Beim Wiederaufbau wurde das Kloster von vielen Seiten unterstützt. So schenkte der Bischof von Osnabrück mehrere hundert Taler zum Neubau, auch die Kurfürsten von Köln sandten Spenden. Aus der Oberkellnerei2 in Arnsberg erhielt das Kloster nun jährlich zwölf Taler, aus der Landpfennigmeisterei zu Lichtmess weitere zehn Taler.

Das Kloster wurde an die Südseite der alten Kirche gebaut, massiv und zweistöckig. Ein langes Viehhaus diente zugleich als Scheune und Gesindehaus; nördlich davon stand ein kleines Brauhaus. Es gab eine Schule zur Unterrichtung der ländlichen Jugend und ein kleines Internat zur Unterrichtung und Erziehung der Mädchen.

Der Klosterfriedhof befand sich an der Nordostseite der Kirche, dort, wo heute noch die St.-Annen-Kapelle steht und wo lange nach dem Untergang des Klosters die Grabhügel der Nonnen zu sehen waren.

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