Kloster Odackers letzte Äbtissin war Maria Walburgis Köller. Sie wurde um 1731 in Belecke geboren und entstammte einer angesehenen Familie: Ihr Bruder Hermann Theodor Köller war Bürgermeister von Belecke, ein weiterer Bruder, Pater Ildephonsus Köller, wirkte als Lektor im Kloster Grafschaft.
Im Jahr 1763 wurde Walburga Köller zur Äbtissin von Odacker gewählt und leitete das Kloster bis zu dessen Aufhebung im Zuge der Säkularisation im Jahr 1804. Anschließend zog sie zurück nach Belecke, wo sie bis zu ihrem Tod am 24. Februar 1805 im Haus ihres Bruders, des Bürgermeisters Köller, lebte.
Der Äbtissin ist es zu verdanken, dass die spätgotische Odacker Madonna sowie ein Altar aus dem Kloster in die Propsteikirche von Belecke überführt wurden.

Auf einem Altarbald in der Propsteikirche in Belecke ist nicht nur der Heilige Benedikt zu sehen, sondern auch mehrere Geistliche und – so heißt es – elf Ordensschwestern aus dem Kloster Odacker.
Quellen:
SHB „Sauerland“, Heft 3/1986 Aufsatz Der HI. Landolin und das Kloster Odacker bei Hirschberg von Michael Schmitt-Nüse
SHK „Der Suerländer“ 1971, 110. Jahrgang: Aufsatz: Der Odacker-Apfel von Fritz Schumann
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- Im Gegensatz zur Klause, in der nur eine Person abgeschieden lebt, leben in einem Inclusorium mehrere Personen in einer abgeschiedenen Gemeinschaft: ↩︎
- Eine Oberkellnerei war so etwas wie das Finanz- und Wirtschaftsamt in früherer Zeit. ↩︎
- Paramente sind liturgische Textilien, also Stoffe und Gewänder, die im christlichen Gottesdienst verwendet werden. ↩︎
- miraculos = Wunder wirkend ↩︎

