
Pelikane, Hasen, ein Affe und ein Einhorn. Wofür stehen diese Wesen in alten Kirchen?

Text und Fotos: Christel Zidi Alte katholische Kirchen sind oft reich geschmückt mit Figuren, Malereien und architektonischen Details. Kreuze, Marienfiguren, Engel und die vielen Heiligen sind uns vertraut. Doch so manche Symbole kann der Laie mit dem Christentum erst einmal gar nicht in Verbindung bringen. Sind sie etwa vorchristlichen Ursprungs – und war die gewaltsame…

Lange Schwänze umschlingen die oberen und unteren Teile der Säulen. Seltsame Wesen halten sich in Nischen verborgen, sind oft erst beim genaueren Hinsehen zu erkennen. Auf mancher Wanddecke tummelt sich die Drachenbrut. Baumeister des Mittelalters positionierten Gargoyles – groteske Skulpturen, die auf Dächern das Regenwasser ableiten – und andere Bestien oft in größeren Höhen an…

Das Kloster Rumbeck wurde um 1190 als Prämonstratenserinnen-Stift gegründet. Auf Anordnung des Kölner Erzbischofs kamen die ersten Stiftsdamen aus dem Kloster Bredelar, nachdem dieses in ein Zisterzienserkloster umgewandelt worden war. Die Nonnen führten einen frommen Lebenswandel, stellten feinste Messgewänder, Näh- und Stickarbeiten her und leisteten karitative Arbeit.