Kneblinghausen, Stockum und Höingen an der preußischen Telegrafenlinie

Telegraphen: Zeichen auf den Höhen

Telegraphen: Zeichen auf den Höhen

Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Heute erreicht eine Nachricht innerhalb von Sekunden nahezu jeden Ort der Welt. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das unvorstellbar. Wer eine Nachricht über eine größere Entfernung schicken wollte, war auf einen Boten, einen Reiter oder die Post angewiesen. Eine Nachricht war stets nur so schnell wie der Mensch, der sie trug.

Die Telegrafie änderte das grundlegend. Erstmals ließ sich eine Nachricht über weite Entfernungen übermitteln, ohne dass ein Brief oder ein Bote den gesamten Weg zurücklegen musste. Auch Preußen entschied sich für diese neue Technik. 1832 wurde der Bau einer optischen Telegrafenlinie zwischen Berlin und Koblenz angeordnet. Zwischen diesen beiden Orten gab es insgesamt 62 Stationen. Drei davon standen am Rande des Hochsauerlandkreises – in Rüthen-Kneblinghausen, Stockum/Echtrop und in Ense-Höingen.

Die Telegrafenlinie wurde nur erstaunlich kurz genutzt: Von 1833 bis 1849 war die gesamte Strecke durchgehend in Betrieb. Danach wurden einzelne Abschnitte noch kurze Zeit weitergenutzt; 1852 wurde auch das letzte Teilstück stillgelegt.
Nur wenige Jahre gehörte der merkwürdige Signalmast zum Landschaftsbild. Nachdem die optische Linie aufgegeben worden war, verloren die meisten Stationen ihre Funktion. Viele Gebäude wurden verkauft, abgebrochen oder später anderweitig genutzt.

Bild ganz oben: KI-generiert by ChatGPT

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