Bronzezeit
Bronze – eine Legierung aus Kupfer und Zinn – war der zentrale Werkstoff dieser Epoche. Im Sauerland wurde vor allem Erz gewonnen; Kupfervorkommen sind unter anderem aus dem Raum Marsberg bekannt. Da Zinn in der Region kaum vorkam, musste es über weite Distanzen importiert werden.
Die Menschen lebten in kleinen bäuerlichen Gemeinschaften. Zahlreiche Grabhügel entstanden, von denen viele bis heute in der Landschaft sichtbar sind. Gegen Ende der Bronzezeit ging die Besiedlung des Sauerlandes zeitweise deutlich zurück. Als mögliche Ursachen gelten klimatische Veränderungen sowie wirtschaftliche Entwicklungen.
Bereits in der Bronzezeit war das Sauerland in ein europaweites Handelsnetz eingebunden. Wertvolle Rohstoffe und hochwertige Bronzegegenstände gelangten über große Entfernungen in die Region und belegen den Austausch mit anderen Kulturräumen.
Ein herausragendes Zeugnis dieser Zeit ist die reich verzierte Bronzeamphore von Gevelinghausen. Sie entstand um 800 v. Chr., diente zunächst als Kultgefäß und wurde später als Urne genutzt. Die Amphore zählt zu den bedeutendsten bronzezeitlichen Funden Deutschlands und verdeutlicht die weitreichenden Handels- und Kulturkontakte der Menschen vor rund 2.800 Jahren.
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Eisenzeit
Mit der Eisenzeit begann im Sauerland eine Entwicklung, die die Region über viele Jahrhunderte prägen sollte: die Gewinnung und Verarbeitung des heimischen Eisenerzes. Die reichen Erzvorkommen und die ausgedehnten Wälder, die Holzkohle für die Verhüttung lieferten, machten das Sauerland zu einem idealen Standort für die frühe Eisenproduktion.
Gleichzeitig nahm die Besiedlung der Region zu. Die Menschen lebten von Ackerbau und Viehzucht und errichteten auf markanten Bergen große Wallanlagen, etwa an den Bruchhauser Steinen und auf dem Wilzenberg. Diese Anlagen waren keine Burgen im mittelalterlichen Sinn, sondern befestigte Plätze aus Erdwällen, Holzpalisaden und Natursteinmauern. Sie dienten vermutlich als Zufluchtsorte, Versammlungsplätze oder Kultstätten.
Ob die Bewohner dieser Zeit bereits als Germanen oder teilweise als Kelten bezeichnet werden können, ist bis heute wissenschaftlich umstritten. Wahrscheinlich handelte es sich um eisenzeitliche Bevölkerungsgruppen mit engen Kontakten zu den keltischen Regionen am Rhein und in Hessen. Einzelne keltische Funde belegen diesen Austausch, gelten jedoch nicht als sicherer Nachweis für eine dauerhafte keltische Besiedlung des Sauerlandes.

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Bronzezeit (ca. 2200–800 v. Chr.)
Eisenzeit (ca. 750 bis 12 v. Chr.)
Bilder: KI-generiert by ChatGPT

