Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Dass Meschede einst eine Garnisonsstadt war, ist heute nahezu vergessen. Dabei war die Stadt im 19. Jahrhundert zeitweise ein überraschend bedeutender Militärstandort im Sauerland.
Der Hintergrund liegt in den politischen Umbrüchen nach den Napoleonischen Kriegen: 1813 führte Preußen die allgemeine Wehrpflicht ein. Überall entstanden Landwehrverbände, und Meschede wurde Sitz eines Bezirkskommandos der preußischen Landwehr.
Warum gerade Meschede?
Die Stadt lag verkehrsgünstig zwischen den damaligen Kreisen Arnsberg, Brilon, Meschede und Wittgenstein. Alle wehrfähigen Männer dieser Region wurden dem Bezirkskommando Meschede zugeordnet. Von hier aus verschickte man später sogar die Gestellungsbefehle für zahlreiche Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts.
Damit war Meschede militärisch weit bedeutender, als es die Stadtgröße vermuten lässt.
Foto oben: Anfang der Schützenstraße mit Zeughaus (vorn links) und evangelische Kirche, um 1900.
Foto: Hans-Peter Grumpe, Foto-Archiv-Meschede

