Zeughaus und Pulverturm
Zum Militärstandort gehörten zwei zentrale Gebäude: das Zeughaus und der Pulverturm.
Im Zeughaus, das in der heutigen Schützenstraße nahe der evangelischen Kirche stand, lagerten Gewehre, Uniformen, Ausrüstung und weiteres Material. Die heutige Zeughausstraße, die dort ihren Anfang nimmt, erinnert noch an diesen Standort. Das Gebäude selbst ging vermutlich im Zweiten Weltkrieg endgültig verloren.

Der Pulverturm wurde 1825 außerhalb der damaligen Stadt errichtet, um das gefährliche Schwarzpulver sicher zu lagern. Die Angst vor Explosionen war groß — daher der isolierte Standort und die massiven Mauern mit nur wenigen Öffnungen.
Der Turm diente dem in Meschede stationierten Landwehrbataillon (1820–1860) als Pulverlager und ist heute eines der wenigen sichtbaren Relikte dieser Garnisonszeit.
Foto: Dat doris, CC BY-SA 3.0 DE via Wikimedia Commons
Auch später blieb Meschede militärisch relevant: Im Ersten Weltkrieg entstand hier eines der größten Kriegsgefangenenlager Deutschlands.
Eine Garnison ist ein ständiger Militärstandort, an dem Soldaten dauerhaft stationiert sind. Der Begriff bezeichnet also den Ort, nicht die Einheit.
In früheren Jahrhunderten hatten Garnisonen folgende Aufgabe, die Region zu sichern, die Ausbildung der Landwehr, die Bereitstellung von Soldaten im Kriegsfall und die Verwaltung militärischer Pflichten

