Friedrich von Bernuth und der Neuaufbau Preußens
Der Aufbau der preußischen Landwehr wurde von Friedrich von Bernuth organisiert. Er arbeitete nicht nur für Preußen, sondern zeitweise sogar für Napoleon bzw. das Königreich Holland. Erst nach 1813 kehrte er in preußische Dienste zurück.

1816 wurde von Bernuth der erste Regierungspräsident des neu geschaffenen Regierungsbezirks Arnsberg. In dieser Phase ordnete Preußen Westfalen vollständig neu: Es entstanden neue Verwaltungsstrukturen, Kreisverwaltungen, Landwehrbezirke — und Garnisonsstandorte wie Meschede.

Das Landwehrbataillon in Meschede (ca. 1820–1860)
Zwischen etwa 1820 und 1860 wurde in Meschede ein preußisches Landwehrbataillon ausgebildet. Besonders ungewöhnlich: Meschede besaß nie eine richtige Kaserne, während es z . B. in Arnsberg Militärunterkünfte gab. Die Soldaten wohnten stattdessen in Bürgerhäusern, bei Gastwirten und in privaten Quartieren auf Staatskosten.

Das Militär war dadurch unmittelbar Teil des städtischen Alltags: Uniformierte Soldaten auf den Straßen, Übungen außerhalb der Stadt, Waffenlager im Zeughaus und Schießpulver im Pulverturm.

Exerzieren und Schießübungen
Die Übungen fanden auf den sogenannten „Feldmanns Wiesen“ statt — ungefähr dort, wo später das Honsel-Gelände entstand.

Geschossen wurde im „Schweinsbruch“ nördlich der Stadt, etwa im Bereich des heutigen Franzosenfriedhofs. Damals lagen diese Orte weit außerhalb des eigentlichen Meschedes, heute gehören sie längst zum Stadtgebiet.

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