Beleuchtung im bäuerlichen Alltag

Bienenwachs wurde in Bauernhäusern nicht verbrannt – es war zu wertvoll. Stattdessen nutzte man: Kienspäne (harzreiche Holzspäne) und Talglichter aus Rinder- oder Schafsfett. Diese Lichtquellen waren billig, aber rußten stark und waren brandgefährlich.

Honig und Wachs wurden somit zwar von einfachen Landbewohnern erwirtschaftet, mussten aber fast vollständig als Abgaben „nach oben“ abgeführt werden.

Noch 1807 musste das Köhne-Erbgut in Schmallenberg-Berghausen sechs Pfund Bienenwachs an die Pfarrkirche abliefern. Das Wachs wurde für die Herstellung von Kerzen benötigt.
Quelle: Reinhard Köhne: Bienenvölker in Westfalen.

Quellen:
Süddeutsche Zeitung: Vergessene Professionen: Diese Jobs gibt es nicht mehr. Abgerufen am 9. Mai 2020.
Max Wagner: Das Zeidelwesen und seine Ordnung im Mittelalter und in der neueren zeit : ein Beitrag zur Geschichte der Waldbenutzung und Forstpolitik. Kellerer, München 1895
https://www.westfalen-regional.de/de/bienen

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