Heimimkerei im Sauerland

Statt Waldimkerei entwickelte sich im Sauerland die Heim- bzw. Korbimkerei: Die Bienen wurden in transportablen Strohkörben (Stülpern) oder einfachen Holzkisten gehalten. Die Landschaft mit ihren Heideflächen bot im Sommer reichlich Nahrung. Die gehaltene Bienenart war meist die dunkle Europäische Honigbiene (Apis mellifera mellifera).

Viele Bauern, Kötter, Lehrer oder Handwerker betrieben die Imkerei als Nebenerwerb. In Kirchenbüchern und Abgabelisten erscheinen sie als „Imker“, „Ackersmann“, „Kötter“ oder mit dem Zusatz „Bienenzucht als Nebengewerbe“.

Foto: Budde, Reinhold © LWL-Medienzentrum für Westfalen

Wenn die Bienenvölker im Frühjahr schwärmten, wurden die Schwärme eingefangen und in neue Körbe gesetzt – eine typische Praxis der vorindustriellen Imkerei.

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