Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Wie weit die Geschichte Höllinghofens zurückreicht, lässt sich nicht sicher sagen. Eine Urkunde aus dem Jahr 1036 nennt eine Hufe „Hullikinghove“, die möglicherweise mit Höllinghofen in Verbindung steht. Ob damit tatsächlich der heutige Ort gemeint ist, bleibt ungesichert.
Deutlicher wird die Überlieferung im Spätmittelalter. Besonders bemerkenswert ist eine Urkunde von 1402. Darin ist ausdrücklich vom „hus unde dorg tot Höllinghofen“ die Rede – vom Haus und Dorf zu Höllinghofen.
Was genau unter diesem „Dorf“ zu verstehen ist, lässt sich heute nicht mehr eindeutig bestimmen. Ein geschlossenes Dorf mit dicht an dicht stehenden Häusern sollte man sich vermutlich nicht vorstellen. Die Siedlungslandschaft um Voßwinkel war vielmehr von einzelnen Höfen und kleineren Hofgruppen geprägt. Die Formulierung zeigt jedoch: Höllinghofen war schon damals offenbar mehr als nur ein Adelssitz.
Auch Jahrhunderte später wurde Höllinghofen als eigener Wohnplatz geführt. 1807 unterschied die damalige Verwaltung zwischen Höllinghofen und den „Kolonisten auf der Höllinghofer Heide“. Auch in den Voßwinkeler Kirchenbüchern erscheint die Höllinghofer Heide zu Beginn des 19. Jahrhunderts als eigener Wohnort. Auf der Heide hatte sich offenbar ein weiterer, jüngerer Siedlungsbereich entwickelt.
Foto oben: Michael Kramer, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

