Ein Mausoleum für den Freiherrn von Fürstenberg

Die Theodorus-Kapelle in Neheim

Die Theodorus-Kapelle in Neheim

Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Auf dem Möhnefriedhof in Neheim steht ein Bauwerk, das nicht nur durch seine Architektur auffällt, sondern auch eine besondere Geschichte erzählt: die Theodoruskapelle. Ursprünglich stand die Kapelle im späteren Ehrenmalpark zwischen Ruhr und Möhne an der Mendener Straße in Neheim, also in dem Bereich, in dem sich damals der alte Friedhof befand. Ende der 1970er-Jahre wurde sie wegen des Autobahnbaus an die Möhnestraße umgesetzt.

Entstanden ist sie als Mausoleum für einen Mann, der zwar aus Herdringen stammte, dessen Lebensweg aber über viele Jahre eng mit Neheim verbunden war: Hermann Adolf Theodor Reichsfreiherr von Fürstenberg.

Ein Freiherr aus Herdringen

Theodor von Fürstenberg wurde am 17. Januar 1772 in Herdringen geboren. Als nachgeborener Sohn der Familie von Fürstenberg gehörte er nicht zur Hauptlinie auf Schloss Herdringen. Später begründete er die jüngere rheinische Linie der Familie, die als Fürstenberg-Stammheim bekannt wurde.

Während der napoleonischen Zeit hielt sich Theodor zeitweise nicht auf seinen linksrheinischen Besitzungen auf. Stattdessen lebte er in Neheim. Dort wohnte er im Burghaus Gransau, das sich schon damals im Besitz der Familie Cosack befand.

Neheim wurde für ihn offenbar weit mehr als nur ein vorübergehender Aufenthaltsort. Noch Jahre später erscheint er in den Quellen ausdrücklich als „Reichsfreiherr Theodor von Fürstenberg zu Neheim“.

Foto oben: Machahn, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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