Ein Mausoleum für den Freiherrn von Fürstenberg

Die Theodorus-Kapelle in Neheim

Die Theodorus-Kapelle in Neheim

Hilfe nach dem großen Stadtbrand

Besondere Bedeutung gewann seine Verbindung zur Stadt nach dem verheerenden Stadtbrand des Jahres 1807. Das Burghaus Gransau, in dem er lebte und das damals schon im Besitz der Familie Cosack war, blieb als eines der wenigen Gebäude vom Feuer verschont. Von dort aus unterstützten Theodor von Fürstenberg und sein Bruder Friedrich Leopold die obdachlos gewordenen Einwohner.

Diese Hilfe blieb in Neheim offenbar lange in Erinnerung. Als viele Jahre später Theodors Sohn Franz Egon eine Grabkapelle für seinen Vater errichten wollte, erinnerte die Stadt ausdrücklich daran, dass der Freiherr die Bevölkerung nicht nur nach dem Stadtbrand von 1807 unterstützt hatte. Auch während der Hungersnot von 1817 und der Ruhrepidemie von 1819 soll er den Neheimern geholfen haben.

Diese Verdienste spielten offenbar eine Rolle dabei, dass die Stadt den Bau eines privaten Mausoleums auf dem Neheimer Friedhof gestattete.

Ein vermögender Grundherr

Theodor von Fürstenberg verfügte über beträchtliches Vermögen und umfangreichen Besitz. 1818 kaufte er den Rittersitz Stammheim bei Köln für seinen einzigen Sohn Franz Egon. Aus diesem Besitz entwickelte sich später der rheinische Familienzweig Fürstenberg-Stammheim.

Noch einmal erheblich vergrößerte sich sein Vermögen im Jahr 1825. Damals starb sein Onkel Franz Egon von Fürstenberg, der letzte Fürstbischof von Paderborn und Hildesheim. Theodor erbte einen großen Teil seines Besitzes. Dazu gehörten nicht nur Ländereien und Vermögenswerte, sondern auch bedeutende Bücher- und Archivbestände.

Trotz seiner engen Verbindungen ins Rheinland blieb Neheim für ihn ein wichtiger Aufenthaltsort.

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