

Ein Pfarrer einer kleinen Gemeinde im 18. Jahrhundert konnte und musste seinen Lebensunterhalt häufig durch Nebentätigkeiten aufstocken. Johannes Franz Becker (1689–1777 in Sundern) jedoch verfügte über für seine Zeit ungewöhnliche zusätzliche Einkünfte: Als Geistlicher betrieb er in bemerkenswert großem Umfang Bergbau und Hüttenwesen.

Die Glocken der Kirche läuteten zum Gebet. Pfarrer Hinricus, der im Pfarrhaus unterhalb des Kirchhügels lebte, stieg die steinernen Stufen zum Chor hinauf, um die Messe zu lesen. Das Licht fiel durch die schmalen Fensterbögen auf das schwere Taufbecken aus Blei, geschmückt mit alten Zeichen und drei Gesichtern, deren Ursprung niemand mehr kannte.