FAKTEN

Winter-Tourismus in Wildewiese im Jahr 1999
Foto: Georg Hennecke
FAKTEN
In Wildewiese wurde schon im Mittelalter Bergbau betrieben. Im 19. Jahrhundert war es ein wichtiger Förderstandort für Eisenerz im Raum Endorf. Ab 1849 gehörte es zum Distriktfeld der Endorfer Gewerkschaft. Mehrere Stollen, darunter der Louis-, Raphael- und Franz-Friedrich-Stollen, lieferten große Mengen Erz, vor allem zwischen 1852 und 1856 (bis zu 7.398 Tonnen jährlich). Ab 1860 ging die Förderung stark zurück. Mit der Stilllegung der Verhüttung in Endorf um 1865 und dem Ende des Bergbaus bis 1877 endete auch die industrielle Bedeutung Wildewieses.
Heute leben die Menschen im Höhendorf Wildewiese hauptsächlich vom Tourismus. Bekannt ist es vor allem durch sein Wintersportgebiet mit auf 540 bis 645 Metern Höhe gelegenen Skiliften, mehreren Skipisten und Skilanglaufloipen. Vom Aussichtsturm auf dem 648 Meter hohen Schomberg kann man bei klarem Wetter bis ins Münsterland schauen.
Der Bergmannssohn Friedrich Norbertus Wengeler wurde 1823 in Wildewiese geboren. Bei seinem Tod im Jahre 1964 hinterließ er seine Frau Agnes Brocke, die er 1857 in der St.-Nikolaus-Kirche in Sundern-Hagen geheiratet hatte, und drei Kinder.
Text: Christel Zidi
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