Text: Christel ZIdi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Im Jahre 2017 machten Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Arnsberg eine sensationelle Entdeckung: Bei Umbauarbeiten im Kloster Wedinghausen entdeckten sie ein technisches Meisterwerk: die wohl erste Warmluftheizung Westfalens.

Dass bereits vor über 850 Jahren in Arnsberg eine derart ausgeklügelte Heiztechnik existierte, überraschte selbst Fachleute.

Die entdeckte Anlage geht auf die Gründungszeit des Klosters um das Jahr 1170 zurück. Als die Archäologen den Boden eines Nebenraums des Kapitelsaals untersuchten, stießen sie zunächst auf Mauerreste mit deutlichen Brand- und Rußspuren. Schnell wurde klar, dass hier noch mehr verborgen lag. Nach und nach kam ein fast drei Meter langer Brennraum zum Vorschein – das Herzstück einer hochentwickelten mittelalterlichen Heizungsanlage.

Besonders bemerkenswert ist die Bauweise. Die Anlage funktionierte als sogenannte Steinspeicherheizung. In einem unterirdischen Feuerraum wurden große Mengen Flussgeröll und Steine erhitzt. Nachdem das Feuer erloschen war, strömte Frischluft durch die heißen Steine, erwärmte sich und gelangte über Öffnungen in den darüberliegenden Raum. So konnte über viele Stunden hinweg eine angenehme Temperatur von mehr als 20 Grad erreicht werden – selbst wenn draußen winterliche Kälte herrschte.

Bild oben KI-generiert by ChatGPT

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