Das erste Waisenhaus im kurkölnischen Sauerland

Waisenhaus Vincentiner

Der Orden der Vinzentinerinnen entstand 1633 in Paris. 1841 gründeten die Ordensfrauen ein Mutterhaus in Paderborn, von wo aus ab 1847 Schwestern ins Sauerland – unter anderem nach Brilon – entsandt wurden, um Krankenhäuser, Schulen und Waisenhäuser aufzubauen.

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Der Orden der Vinzentinerinnen entstand 1633 in Paris. 1841 gründeten die Ordensfrauen ein Mutterhaus in Paderborn, von wo aus ab 1847 Schwestern ins Sauerland – unter anderem nach Brilon – entsandt wurden, um Krankenhäuser, Schulen und Waisenhäuser aufzubauen.

So entstand 1862 im Hinterhaus des heutigen Hauses Hövener das erste Waisenhaus in Brilon und zugleich das erste im kurkölnischen Sauerland. Zeitweise wurden dort 15–25 Waisenkinder betreut. Neben Unterkunft und Verpflegung gab es eine Koch- und Nähschule, um vor allem die Mädchen auf einen möglichen Beruf vorzubereiten.

Das Waisenhaus wurde 1929 aufgegeben. Die verbliebenen Kinder wurden in moderne Kinderheime oder Pflegefamilien vermittelt. Das neue Ziel lautete damals: weg von der Anstaltsfürsorge, hin zu einem familiären Umfeld. Die Ordensschwestern übernahmen andere Aufgaben. Die beiden letzten Vinzentinerinnen verließen erst 2022 das Krankenhaus in Brilon.

Quellen:
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Eintrag „Waise“- Landesarchiv NRW, Personenstandsarchive Westfalen-Lippe
Kreisarchiv Hochsauerlandkreis, Bestände zur Armenpflege (1848–1919)
Stadtarchiv Brilon / Haus Hövener: Rückblicke zur Geschichte des Waisenhauses

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