Text: Christel Zidi

Einige Ortsteile der heutigen Stadt Sundern wurden erstmals im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirchenorganisation durch das Erzbistum Köln erwähnt. In Endorf entstand zu Beginn des 10. Jahrhunderts ein bedeutender Hofverband, der dem Stift Meschede gehörte. Auch die Grafen von Arnsberg besaßen im 12. Jahrhundert umfangreiche Ländereien, etwa in Seidfeld, Amecke und Hennighausen, die 1165 urkundlich belegt sind.

Während des Landesausbaus der Grafschaft Arnsberg wurden mehrere Freiheiten gegründet: Stockum (976), Hagen (1296), Sundern (vor 1310) und Langscheid (1307). Nach dem Übergang der Grafschaft an das kurkölnische Herzogtum Westfalen erhielt Allendorf im Jahr 1407 sogar Stadtrechte. Bei den Landtagen des Herzogtums gehörten Allendorf, Sundern, Hagen, Hachen und Langscheid der Städtekurie an. Gleichzeitig waren die Freiherrn von Wrede (Amecke) und von Plettenberg (Stockum) als Vertreter der Ritterkurie aus dem heutigen Sundern aktiv.

Im Mittelalter beanspruchte Sundern die Zugehörigkeit zur Hanse – ein Anspruch, der jedoch stets umstritten blieb.


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