
Foto: Petra Klawikowski, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
In der frühen Neuzeit entwickelte sich das Gebiet zu einem Zentrum des Bergbaus und der Eisenverhüttung. Zeugnisse dieser Zeit sind noch heute sichtbar: etwa in der sogenannten Hermannszeche im Stadtteil Allendorf oder im ehemaligen Bleibergwerk „Churfürst Ernst“ in Bönkhausen. Mit der einsetzenden Industrialisierung verloren diese Wirtschaftszweige jedoch zunehmend an Bedeutung. In Teilen des heutigen Stadtgebiets kam es zu einer Reagrarisierung und starken Abwanderung.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung ein – getragen von der metallverarbeitenden Industrie. Dabei spielte die Nutzung der Wasserkraft an den Flüssen eine zentrale Rolle. Ein wichtiger Impuls für die Industrie war der Bau der Kleinbahn Neheim-Hüsten–Sundern, auch Röhrtalbahn genannt. 1902 begann der Unternehmer Josef Blome zudem mit der Stromerzeugung durch ein Wasserkraftwerk an der Röhr.
Den Ortsnamen Sundern findet man acht Mal in NRW und zwei Mal in Niedersachen. Der Name Sundern oder Sondern „aus allgemeiner Nutznießung ausgesondertes und dem Privatgebrauch übergebenes Grundstück.

