Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Kläppern, Klepstern, Klapstern, Knestern, Rappeln, Klappern oder auch Kliäppern – Begriffe, die heute ungewohnt wirken, im Sauerland jedoch jeder versteht. In Brunskappel, einem Ortsteil der Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis mit rund 250 Einwohnern, gehört das Kläppern bis heute zum festen Brauch und blickt auf eine lange Tradition zurück.

Geschichtliches zu Brunskappel

Die Legende von der Gründung Brunskappels durch Bruno, den Erzbischof von Köln, der im Jahr 953 dort eine Kapelle errichtet haben soll, ist eindeutig als regionale Überlieferung zu werten. Sie erklärt den Ortsnamen „Kapelle des Bruno“, besitzt jedoch keine historischen Belege.

Historisch gesichert ist dagegen, dass der Kölner Erzbischof Anno im Jahr 1072 dem neu gegründeten Kloster Grafschaft ein Gut in Brunskappel schenkte – der Ort existierte also bereits. Für das Jahr 1260 ist die Errichtung der Kirche St. Servatius belegt. Brunskappel zählt damit zu den ältesten Pfarreien im kurkölnischen Sauerland und bewahrt bis heute katholische Bräuche wie das Osterkläppern.

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