Besonders liebevoll beschreibt Gördes Antons Ehe mit Christine, einer armen Kuhmagd, vermutlich aus Hesborn. Mit den Worten: „Herr Pastor, zu einem Hahn gehört auch eine Henne – ich will freien!“ bittet Anton den Pfarrer um die Trauung.

Obwohl beide kaum Besitz hatten, bereiteten sie ihre Hochzeit mit großer Sorgfalt vor. Das alte Backhaus wurde geweißelt, neues Geschirr angeschafft und einfache Festkleidung gekauft. Nach der Trauung feierten Nachbarn gemeinsam mit dem Paar.

Die Ehe erscheint bei Gördes nicht als komische Episode, sondern als stilles Glück zweier Menschen, die trotz großer Armut füreinander sorgen. Während Anton weiterhin durchs Land zieht und kleine Geschäfte macht, arbeitet Christine bei Bauern im Dorf. Gemeinsam schaffen sie sich ein bescheidenes Zuhause.

Auch wenn sich die Fakten ein wenig von dem unterscheiden, was in der Erzählung von Ignaz Gördes angegeben ist (vielleicht übernahm er einige Dinge nur vom Hörensagen) schuf er doch ein wunderbares Porträt eines Tagelöhners im 19. Jahrhundert.

Quelle:
http://sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2044.pdf

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