Verwandte im Sauerland
Schlauns familiäre Verbindungen ins Sauerland beschränkten sich offenbar nicht auf Madfeld, den Geburtsort seines Großvaters. Angehörige beziehungsweise nahe Verwandte der Familie Schlun lebten auch in Heddinghausen, Giershagen und Marsberg.
Dass zwischen den Familien weiterhin Kontakt bestand, zeigt eine Taufe in Marsberg im Jahr 1720: Schlauns Vater Henricus trat dort als Pate auf.
Auch außerhalb der Architektur erfolgreich
Schlaun war zweimal verheiratet und hatte insgesamt sieben Kinder. Auch außerhalb der Architektur machte er Karriere. Er stieg zum Oberlandingenieur und Artilleriekommandeur des Fürstbistums Münster auf, wurde 1745 zum Generalmajor befördert und 1750 zum Gouverneur der Festung Meppen ernannt.
So reichen Schlauns Spuren im Sauerland von den familiären Wurzeln in Madfeld über das Arnsberger Schloss und das Hirschberger Tor bis zur barocken Innenausstattung von Kloster Brunnen.
Zu Schlauns bedeutendsten Werken zählen Schloss Clemenswerth im Emsland, das Fürstbischöfliche Schloss und der Erbdrostenhof in Münster, Haus Rüschhaus sowie das heute nicht mehr erhaltene Clemenshospital in Münster.
Quellen:
Klaus Baulmann: „Schlaun und das Sauerland. Das Beispiel Kloster Brunnen“, in: Sauerland, Nr. 3/1998, Sauerländer Heimatbund, S. 93–99.
Margret Nolte: „Johann Conrad Schlaun 1695–1773. Ein Beitrag zur Familiengeschichte des Barockbaumeisters“, in: Westfälische Zeitschrift, Bd. 130, 1980, S. 192–244.
- Ab 1728 übernahm der Architekt François de Cuvilliés die weitere Gestaltung des Schlosses. ↩︎

