Schlauns Spuren im Sauerland
Schlaun stand im Dienste des Kölner Kurfürsten Clemens August, der seit 1723 als Erzbischof von Köln zugleich Landesherr des Herzogtums Westfalen war. Sein beruflicher Weg führte ihn mehrfach ins Sauerland. Bereits 1723 führte er Vermessungsarbeiten auf Gut Wintrop bei Arnsberg durch. In den folgenden Jahrzehnten hielt er sich wiederholt in Arnsberg und Hirschberg auf.
Besonders eng verbunden ist sein Name mit dem Arnsberger Schloss, dem Jagdschloss Hirschberg und der barocken Ausstattung der Kirche von Kloster Brunnen bei Sundern.
Das Arnsberger und Hirschberger Schloss
Ab 1725 ließ Clemens August das Arnsberger Schloss durch Schlaun umfassend umbauen. Die Arbeiten dauerten viele Jahre und fanden 1747 mit der Weihe der neuen Schlosskapelle einen wichtigen Abschluss. Im Siebenjährigen Krieg wurde die Anlage 1762 jedoch weitgehend zerstört. Erhalten blieben vor allem die Fundamente.
Aus den Arbeiten Schlauns: links Entwürfe für die Außentreppe und rechts für einen Kamin und die Seitenwände im großen Saal. Zum Vergrößern bitte das jeweilige Bild anklicken.


Bilder: Johan Conrad Schlaun, Public domain, via Wikimedia Commons
Auch am kurfürstlichen Jagdschloss in Hirschberg war Schlaun beteiligt. Bemerkenswert ist das 1753 nach seinem Entwurf errichtete Hoftor. Nach dem Verfall und Abriss des Schlosses wurde es gerettet und 1826 nach Arnsberg versetzt. Das sogenannte Hirschberger Tor steht dort bis heute nahe der ehemaligen Klosterkirche Wedinghausen.

Foto: Jörg Braukmann, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

