Der Dreißigjährige Krieg
Kaum hatte sich der Ort wieder erholt, brachte der Dreißigjährige Krieg neues Leid nach Hoppecke. Hunger, Seuchen und die durchziehenden Soldaten belasteten die Menschen über Jahrzehnte hinweg. Als der Krieg 1648 endete, waren bis auf einen Vollspannhof, zwei Halbspänner und fünf Kötter nahezu alle Gebäude zerstört. Nur vier Jahre später zählte man in Hoppecke noch 26 Feuerstellen.
Doch erneut bewiesen die Menschen ihren Mut zum Neubeginn. Begünstigt durch die wasserreichen Bäche, die großen Waldgebiete zur Herstellung von Holzkohle und die Erzvorkommen der Region entwickelte sich das Eisengewerbe weiter. Neue Häuser und Wirtschaftsgebäude entstanden, die Zahl der Einwohner nahm langsam wieder zu und aus dem beinahe verlassenen Ort wurde Schritt für Schritt wieder eine lebendige Dorfgemeinschaft.
Das Rittergut Hoppecke
Noch im 19. Jahrhundert kannte man Hoppecke vor allem als „Rittergut Hoppecke“. Fast alle umliegenden Ländereien und Wälder gehörten zum Gut, das den Mittelpunkt des Dorfes bildete. Es handelte sich um ein befestigtes Haus mit Wassergraben, in dem verschiedene westfälisch-waldeck´sche Adelsfamilien lebten, darunter die Familien Hottepe (Hoppecke), Dorfeld und Padberg. Sie waren Lehnsträger der Erzbischöfe von Köln, die gemeinsam mit den Grafen von Waldeck zu den Haupteigentümern des Ortes gehörten.

