Der nächste Schicksalsschlag
Zwei Jahre nach Peters Tod traf Margarethe der nächste Verlust. 1871 starb ihr erst zweijähriger Sohn Heinrich. Als Todesursache vermerkte das Register: „Folgen von Brandwunden“.
Franzisca – ein neues Kind im selben Jahr
Noch im selben Jahr brachte Margarethe ein weiteres Kind zur Welt: Franzisca. Im Register erscheint das Mädchen als uneheliche Tochter der „Wittwe Margarethe Jacob geb. Schmidt“. Wer Franziscas Vater war und unter welchen Umständen Margarethe erneut schwanger wurde, ist nicht bekannt.
Heinrichsdorf bleibt Bergarbeiterdorf
Nach dem Zusammenbruch der Stolberger Aktiengesellschaft verließen viele der angeworbenen sächsischen Familien den Ort. Noch heute erinnert der Flur- und Straßenname „Sachsenglück“ an die sächsischen Bergleute, deren Hoffnungen auf eine sichere Zukunft sich jedoch schon bald zerschlugen.
Unter neuer Verwaltung wurde der Erzbergbau weitergeführt. In die frei gewordenen Wohnungen zogen nun vor allem Familien aus der näheren Umgebung. Häufig waren es nachgeborene Bauernsöhne, die im Bergbau Arbeit fanden.
Wie wichtig die kleine Landwirtschaft neben dem Bergmannslohn blieb, zeigt die Zahl der Haustiere: Noch bis zum zweiten Weltkrieg wurden in Heinrichsdorf etwa 100 bis 150 Ziegen gehalten, in der frühen Nachkriegszeit immerhin noch 50 bis 60.
Der Bergbau, dem Heinrichsdorf überhaupt seine Entstehung verdankte, blieb noch viele Jahrzehnte bestimmend. Erst am 31. Januar 1974 endete der Erzabbau im Ramsbecker Revier.

Foto: Blankaholm (Diskussion), CC BY-SA 3.0 DE via Wikimedia Commons
Quellen:
www.heimatverein-heinrichsdorf.de
www.lwl.org
www.ancestry.de
[1] Im Ramsbecker Bergbau bezeichnete man die turbulenten Jahre 1854/55 als „Franzosenzeit“. Der Grund war die französisch geprägte Leitung des damaligen Großprojekts.

