Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Absalon[1] – wer auf diesen Namen getauft wird, dessen Eltern sind höchstwahrscheinlich keine Kleinbauern, denn die würden ihren Sohn sicherlich eher Johannes oder Franz nennen. Tatsächlich ist zu Absalon Heuck, der 1598 in Liesen bei Hallenberg geboren wurde, vermerkt, dass er aus einer vermögenden Familie stammte.
Vom Prämonstratenser zum Zisterzienser
Absalon Heuck war 20 Jahre alt, als 1618 der Dreißigjährige Krieg begann – ein Krieg, der auch seinen späteren Lebensweg entscheidend prägen sollte.
Wann er in das Prämonstratenserstift Wedinghausen bei Arnsberg eintrat, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall legte er dort seine Profess[2] ab, wechselte später jedoch zu den Zisterziensern nach Bredelar. Wann dieser Wechsel erfolgte, lässt sich ebenfalls nicht genau bestimmen.
Sicher ist nur, dass Heuck dort bereits vor seiner Wahl zum Abt im Jahr 1640 eine bemerkenswerte Laufbahn durchlaufen hatte: Er war Pfarrer in Giershagen, Subprior, Novizenmeister und schließlich Prior.
Sein Aufstieg verlief allerdings nicht konfliktfrei. Mit dem damaligen Abt Georg Wolf verstand sich Heuck offenbar so schlecht, dass er sein Amt als Prior niederlegte. Er verließ Bredelar und ging als Beichtvater in das Zisterzienserinnenkloster Himmelpforten im Möhnetal. Doch inmitten der Kriegswirren legte Wolf nach nur sieben Jahren sein Amt nieder. Als die Mönche von Bredelar einen Nachfolger wählen mussten, fiel ihre Wahl ausgerechnet auf den Mann, der das Kloster zuvor nach dem Streit mit Wolf verlassen hatte: Absalon Heuck.
Foto oben: Luftaufnahme von Liesen, dem Geburtsort des Abtes
Quelle: Teta, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

