Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Was heute kaum jemand vermuten würde, beschäftigte die Menschen schon vor rund 300 Jahren: Gold bei Arnsberg. Der Gelehrte Franz Ernst Brückmann berichtete Anfang des 18. Jahrhunderts von Kupfer-, Antimon- und Eisenerzvorkommen in der Gegend. In diesen Lagerstätten soll sogar gediegenes Gold vorgekommen sein. Ob tatsächlich Gold gefunden wurde, lässt sich allerdings nicht belegen.
Mit dieser alten Überlieferung wird der Bergbau bei Uentrop in Verbindung gebracht. Dort, am Silberberg im Mühlmecketal, suchten Bergleute nach wertvollen Erzen. Zwar ist ein Goldabbau nicht nachweisbar, dafür wurde hier ein anderer Bodenschatz gewonnen: Antimon.
Antimon ist ein seltenes Halbmetall. In der Natur kommt es vor allem als Antimonglanz vor, der früher auch Spießglanz oder Spießglaserz genannt wurde.
Schon im Altertum nutzten die Ägypter Antimonverbindungen zur Glasherstellung und für Schminkmittel. Später fanden sie auch in der Medizin Verwendung, obwohl die giftige Wirkung bekannt war.
Besonders interessant war Antimon für die Herstellung von Spiegeln. Als Bestandteil von Metalllegierungen wurde es für Spiegelmetall verwendet. Auch bei der Herstellung von Glasspiegeln spielte es eine Rolle. Daneben nutzte man Antimon für Glocken, Drucklettern und andere Metallwaren.
Franz Ernst Brückmann (1697–1753) war ein deutscher Arzt, Naturforscher und Bergbaukundler. Er beschäftigte sich besonders mit Mineralien, Erzen und dem Bergbau.
In seinem 1727 erschienenen Werk „Magnalia Dei in locis subterraneis“ beschrieb er zahlreiche unterirdische Naturerscheinungen und Bodenschätze. Brückmann gehörte der Gelehrtenakademie Leopoldina und der Preußischen Akademie der Wissenschaften an.
Foto oben: Michael Kramer, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

