Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Medelon, ein Stadtteil der Hansestadt Medebach, liegt im Orketal und wird in der regionalen Geschichtsschreibung häufig auf keltische Wurzeln zurückgeführt. Demnach könnte Mede vom keltischen maidh („Feld, Wiese“) stammen, während -lon als „Ort/Ortschaft“ gedeutet wird – Medelon wäre somit ein „Wiesenort“. Andere sprachhistorische Ansätze aus dem Althochdeutschen oder Indogermanischen interpretieren den Namen als Siedlung im mittleren Flusstal oder an einem bestimmten Bachabschnitt. Gemeinsam ist allen Deutungen die Lage an Wiesen und Wasserläufen.

Frühzeitliche Funde im Raum Medebach lassen auf eine Besiedlung vor Christus schließen. Orts- und Flurnamen mit möglichem keltischem Ursprung stützen diese Annahme. Eine frühe Erwähnung könnte bereits 963 in den Corveyer Traditionen erfolgt sein, wo ein „Medeli“ im Heberegister erscheint. Sicher belegt ist Medelon seit 1280 durch eine Besitz- und Rechtsurkunde, die einen Zeugen „de Medelon“ nennt.

Foto oben: Blick auf Medelon
Michael Kramer, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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