Ein Siedlungsplatz am alten Höhenweg
Die Lage von Niggenhagen war keineswegs zufällig gewählt. Am Westrand des „Neuen Hagen“ verlief bereits im Mittelalter ein wichtiger Höhenweg über den Rothaarkamm. Dieser alte Fernweg verband Winterberg über Olsberg mit Brilon und gehörte zu den bedeutenden Verkehrsachsen der Region.
Anders als die oft schwer passierbaren Täler boten die Höhenzüge ganzjährig trockene und sichere Wege. Händler, Fuhrleute, Hirten, Köhler und Bergleute nutzten diese Route, um Waren, Vieh und Rohstoffe zu transportieren. Für die Eisenverarbeitung war diese Anbindung von großer Bedeutung: Über den Höhenweg gelangten Eisenerz, Holzkohle und Eisenprodukte zu den Hammerwerken und Handelsplätzen des Sauerlandes.
Für die Bewohner von Niggenhagen bedeutete der Weg Anschluss an die umliegenden Siedlungen und Wirtschaftsräume. Die kleine Ansiedlung lag damit nicht abgeschieden am Rand der Welt, sondern direkt an einer wichtigen Verbindung über den Rothaarkamm.
Das Ende der Siedlung und wie es für die Hochheide weiterging
Warum Niggenhagen schließlich aufgegeben wurde, ist bis heute ungeklärt. Möglicherweise führten die Übernutzung der Wälder, erschöpfte Erzvorkommen, klimatische Veränderungen oder territoriale Konflikte zum Niedergang des Weilers. Irgendwann verschwanden die Bewohner, die Häuser verfielen, und die Natur eroberte das Gebiet zurück.

Friedhelm Dröge, CC BY-SA 3.0via Wikimedia Commons
Später nutzten Bauern aus Niedersfeld, Hildfeld und den umliegenden Dörfern die Flächen über Jahrhunderte als Weideland. So entstand die Heidelandschaft, die wir heute kennen. Erst die Unterschutzstellung im Jahr 1955 bewahrte die verbliebenen Heideflächen vor der vollständigen Wiederbewaldung. Seit den 1980er Jahren sorgen gezielte Pflegemaßnahmen sowie die traditionelle Beweidung mit Heidschnucken und Ziegen dafür, dass dieses einzigartige Landschaftsbild erhalten bleibt.
Quelle: https://www.westfalen-regional.de/de/neuer_hagen/

Eine schöne Kindheitserinnerung für viele Sauerländer ist das Blaubeer-Sammeln. Viele der Beeren landeten direkt in den Mund, von den restlichen backte die Mutter am Abend Blaubeerpfannkuchen:
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