Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Wenn von Frenkhausen bei Meschede die Rede ist, haben viele vor allem die große Ferienhaussiedlung mit seinen rund ca. 200 Ferienhäusern vor Augen. Das ursprüngliche Frenkhausen – zwischen Olpe und Hellefeld – war jedoch sehr viel kleiner. Über Jahrhunderte bestand der Ort im Wesentlichen aus wenigen Höfen, deren Geschichte allerdings weit zurück reicht.
In den alten Güterverzeichnissen und Lehensakten des Stifts Meschede ist zu lesen, dass Frenkhausen schon im Mittelalter aus mehreren Hofstellen bestand. Später ist ausdrücklich von einem oberen und einem niederen Hof die Rede.
Drei alte Hofstellen
Im mittelalterlichen Güterverzeichnis des Stifts Meschede werden in Frenkhausen drei Hofstellen beziehungsweise Hufen[1] genannt. Eine davon gehörte zum Haupthof Stockhausen. Dieser Frenkhausener Hof trug die Bezeichnung „in den Erlen“. Er musste unter anderem Hafer, Hühner und Eier an den Haupthof abliefern.
Die beiden weiteren Hofstellen in Frenkhausen gehörten zum Haupthof Laer. Bei ihnen finden sich in späteren Nachträgen die Namen „Gobbele“ und „Hinricus“. Beide Höfe hatten dieselben Abgaben zu leisten: jeweils Hafer, Geld und Hühner.
Gobbel zu Frenkhausen
Die sichere schriftliche Überlieferung Frenkhausens reicht mindestens bis ins 14. Jahrhundert zurück. Im 16. Jahrhundert werden die Bewohner des Ortes in den Quellen deutlicher greifbar: 1536 erscheint ein „Gobbell zu Frengkhuißen“, 1543 ein „Henrich zu Frenckhausen“. Auch ältere Schreibweisen wie „Vrenchuysen“, „Vrenkhusen“ oder „Frenchusen“ sind überliefert.
Gerade Gobbel ist interessant, weil bei einem der beiden zum Haupthof Laer gehörenden Höfe ebenfalls der spätere Vermerk „Gobbele“ steht. Ob damit derselbe Mann gemeint war oder ob der Name bereits länger mit dieser Hofstelle verbunden war, lässt sich bislang nicht sicher sagen.
Foto oben: Die Ferienhaussiedlung in Frenkhausen / Martin Lindner, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

