Die folgende Übersicht zeigt die Entstehung der evangelischen Kirchen und Gemeinden im heutigen Hochsauerlandkreis in chronologischer Reihenfolge.
1816 – Arnsberg

Mit dem Übergang des Herzogtums Westfalen an Preußen entstand 1816 in Arnsberg durch zugezogene Beamte und ihre Familien eine evangelische Gemeinde. Um der wachsenden Gemeinde ein eigenes Gotteshaus zu geben, wurde am Neumarkt eine Kirche im klassizistischen Stil errichtet. 1825 wurde die Kirche eingeweiht. Sie ist die erste evangelische Kirche im Hochsauerland. Sie trägt den Namen Auferstehungskirche und prägt bis heute das klassizistische Viertel.
Foto: SmialSmial at de.wikipedia, CC BY-SA 2.0 DE via Wikimedia Commons
1821 – Meschede

Bereits 1821 wurde in Meschede eine evangelische Gemeinde gegründet. Sie war die erste evangelische Gemeinde im zentralen Hochsauerland und betreute zunächst auch die evangelischen Christen in Brilon. Die Evangelische Christuskirche wurde 1839 eingeweiht.
Foto: Rumburak3, CC0, via Wikimedia Commons
1837 – Medebach

Die evangelische Gemeinde Medebach wurde 1837 gegründet und zählt damit ebenfalls zu den ältesten evangelischen Gemeinden im Hochsauerland. Vor der Errichtung einer eigenen Kirche fanden die Gottesdienste in einem Saal eines Gasthauses statt. Die evangelische Kirche wurde 1840 eingeweiht.
Foto: Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
1838 – Brilon

Nachdem Brilon zunächst von der Gemeinde Meschede betreut worden war, entwickelte sich dort ab den 1830er-Jahren ein evangelischer Kirchverein. 1838 wurde schließlich eine eigenständige evangelische Gemeinde gegründet. Die Evangelische Stadtkirche Brilon wurde 1856 eingeweiht.
Foto: SteveK, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
1862 – Neheim

Die Industrialisierung führte in Neheim zu einem starken Zuzug evangelischer Christen. Nach Entwürfen des Architekten Friedrich Augustini und des Schinkel-Schülers Ernst Friedrich Zwirner entstand hier eine der frühesten neugotischen evangelischen Kirchen Westfalens.
Foto: Arnoldius, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
1878 – Winterberg-Langewiese

1878 wurde die Martin-Luther-Kirche in Langewiese eingeweiht. Historisch gehörten die Höhendörfer Langewiese, Hoheleye und Mollseifen zur protestantischen Grafschaft bzw. zum Fürstentum Sayn-Wittgenstein-Berleburg.
Foto: Friedhelm Dröge, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
1878 – Marsberg

Obwohl es in Marsberg bereits im 16. Jahrhundert reformatorische Einflüsse gab, entstand die heutige evangelische Gemeinde erst im 19. Jahrhundert. In den 1860er Jahren war Marsberg zunächst eine Filialgemeinde von Brilon; im Jahre 1878 wurde sie selbständig.
Foto: @ Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons
1879 – Ramsbeck

1879 wurde die Petruskirche in Ramsbeck eingeweiht. Die neugotische Saalkirche ist eng mit der Geschichte des Bergbaus im Valmetal verbunden und erinnert bis heute an die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Foto: Machahn, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons
Martin Luther wollte ursprünglich keine neue Kirche gründen. Sein Ziel war die Reform der bestehenden Kirche. Die Trennung zwischen katholischer und evangelischer Kirche entwickelte sich erst in den Jahren nach 1517.
Mit seiner Übersetzung des Neuen Testaments machte Luther die Bibel erstmals für viele Menschen verständlich. Zahlreiche Redewendungen der deutschen Sprache gehen auf seine Bibelübersetzung zurück.

