Text: Sabina Butz

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Von der „Ernestinischen Stiftung“ zum Klinikum Hochsauerland

Man muss sich schon ein wenig in die Zeit versetzen, um die Gründung der ersten Krankenanstalt in Meschede richtig einschätzen zu können:  In der Mitte des 19. Jahrhunderts lag die Einwohnerzahl in Meschede bei ca. 2000. Der damalige Pfarrer und Landdechant Ernestus Böschen wünschte sich zu seinem goldenen Priesterjubiläum „eine Pflegeanstalt für arme Kranke“. Er selbst spendete 160 Taler. Die Ernestinische Stiftung war gegründet. Zahlreiche weitere Zuwendungen wurden benötigt, und es dauerte noch weitere drei Jahre, bis das Projekt wirklich umgesetzt werden konnte. Neben den Mescheder Bürgern war es vor allem der ortsansässige Graf Clemens August von Westphalen, der die Ernestinische Krankenanstalt finanziell großzügig unterstützte. Das alte Krankenhaus lag zwischen Mühlengasse und Gutenbergstraße. Dort trafen am 12.08.1854 zwei Clemensschwestern, Salesia und Ambrosia, aus dem Orden der „Barmherzigen Schwestern“, Münster, in Meschede ein. Zu ihrer Freude fanden sie bei der Einführung in die Anstalt bereits einen Beinbruch-Kranken vor. In den folgenden fünf Monaten wurden insgesamt 23 Kranke behandelt, betreut und verpflegt. 

Fotos oben: Friedhelm Dröge, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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