1150 verlieh König Konrad III. dem Kloster das Recht, in seinem Gebiet Gold, Silber, Blei und Zinn abzubauen – ein Zeichen königlicher Gunst und wirtschaftlicher Bedeutung. Während sich im Tal die Siedlung Horhusen, das heutige Niedermarsberg, entwickelte, blieb das Kloster auf dem Berg geistliches Zentrum. Um 1205 begann man, die Anlage mit einer Mauer zu umgeben – vermutlich auch als Reaktion auf frühere Unruhen.
Auch im 14. Jahrhundert kam es erneut zu Bränden, die erhebliche Schäden verursachten. Dennoch setzten die zwölf Kanoniker und ihr Propst den Wiederaufbau fort und errichteten 1410 einen neuen Turm als Zeichen ihres Fortbestehens.

Im Jahr 1230 zerstörte ein schwerer Brand große Teile von Stadt und Propstei. Wegen der finanziellen Not mussten die Mönche Besitz veräußern. Etwa zehn Jahre später begann der Neubau der Kirche im gotischen Stil auf den Fundamenten der älteren romanischen Anlage. Die heutige Stiftskirche, den Heiligen Petrus und Paulus geweiht, entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Foto Stiftskirche: © Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons

