Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Wer im 17. Jahrhundert in Brabecke, Altenfeld, Osterwald oder Westernbödefeld einen Hof bewirtschaftete, hatte immer wieder mit Brabecke zu tun. Hier saßen der Vogt und der Schulte der Herren von Meschede, hier wurden Abgaben und Dienste verwaltet, hier mussten Hofinhaber erscheinen. Auch der in der Überlieferung erwähnte „Schüttelpott beim Vogt“, der Pranger, befand sich hier.

Brabecke war damit weit mehr als nur eines von mehreren Dörfern. Für die sogenannten almischen Kolonen bildete der Ort einen Mittelpunkt von Verwaltung und Herrschaft.

Die Herren von Meschede und Brabecke

Brabecke wird bereits 1203 urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert errichteten die Herren von Meschede dort ein festes Haus oder eine kleine Burg. Als Dietrich von Meschede seinen Sitz 1471 nach Alme verlegte, blieb Brabecke dennoch als Verwaltungsort wichtig.

Von hier aus wurden die Besitzungen der Herren von Meschede in den umliegenden Dörfern verwaltet. Dazu gehörten insbesondere Brabecke, Altenfeld, Osterwald und Westernbödefeld. Diese Orte wurden später als die „almischen Dörfer“ bezeichnet.

In Brabecke hatten der Vogt und der Schulte ihren Sitz. Sie waren wichtige Vertreter der Grundherrschaft vor Ort. Über sie liefen Abgaben, Dienste und Verwaltungsangelegenheiten.

Foto oben: Brabecke, ca. 1960. Postkartenverlag Josef Grobbel  Copyright © LWL-Medienzentrum für Westfalen

* Almische Kolonen = abhängige Bauern der Herren von Meschede auf Alme

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