Die Kapelle
Die Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Es handelt sich um einen kleinen rechteckigen Saalbau aus Bruchstein. Das schlichte Satteldach war ursprünglich wohl mit Schiefer gedeckt. Ein kleiner Dachreiter dient als Glockenträger. Der rundbogige Eingang und die ebenfalls rundbogigen, hochliegenden Fenster lassen nur gedämpftes Licht in den Innenraum.

Friedhelm Dröge, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Der Innenraum ist bewusst schlicht gehalten. Ein kleiner Altar, meist mit einer Darstellung des heiligen Antonius, wenige Holzbänke und der Verzicht auf barocke Ausschmückungen verleihen dem Bau bis heute den Charakter einer Gelübde- und Dankkapelle.
Nach den Zerstörungen des Jahres 1945 wurden Dach, Dachreiter, Fenster und beschädigte Mauerbereiche schlicht und funktional wiederhergestellt. Die heutige Erscheinung verbindet daher den historischen Kern mit den sachlichen Formen des Wiederaufbaus.
Bis etwa 1890 wurde in der Kapelle regelmäßig Gottesdienst gefeiert. Nachdem in Ostwig eine eigene Dorfkapelle errichtet worden war, fand auf der Alfert nur noch einmal im Jahr, am 17. Januar, dem Festtag des heiligen Antonius, ein feierliches Hochamt statt. Auch vor Beginn des Ostwiger Schützenfestes wird dort bis heute traditionsgemäß eine Messe gefeiert.
Die Kapelle ist dem heiligen Antonius von Padua geweiht, einem klassischen Patron für Notsituationen, Gelübde und Dankbarkeit. Damit passt das Patrozinium unmittelbar zur überlieferten Entstehungsgeschichte der Kapelle.

