Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Weninghausen bei Sundern liegt geschützt in einer kleinen Talmulde zwischen bewaldeten Höhen. Die umliegenden Hänge schirmen den Ort vor Wind ab, während sich an sonnigen Lagen ein vergleichsweise mildes Kleinklima entwickeln kann. Diese günstigen Bedingungen prägen den Weiler bis heute. Sie kommen insbesondere den Obstbäumen zugute, die auf den Streuobstwiesen und entlang der Flurstücksgrenzen des Ortes wachsen.
Die Obstbäume entlang der Straßen und Wege sind dabei weit mehr als bloßer Schmuck. Solche Pflanzungen gehörten über Jahrhunderte zur bäuerlichen Kulturlandschaft. Schon früher wuchsen hier seltene Obstsorten. Historisch belegt ist beispielsweise der „Edelborsdorfer“, eine alte und heute nahezu in Vergessenheit geratene Apfelsorte. Die Obstbäume – zusammen mit den Wiesen, den bewaldeten Hängen und den alten Hofstellen – verleihen Weninghausen seinen besonderen Charakter.
Die Geschichte des Weilers lässt sich bis ins Jahr 1253 zurückverfolgen. Damals erhielt das Kloster Oelinghausen eine alte Wiese in der sogenannten „Linner Mark“ zugesprochen. Unter den Zeugen der Urkunde befand sich ein „Lambertus von Wenninchusen“.
Foto oben: Optimist4343, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

