Von alten Höfen, seltenen Apfelsorten, der Vogelkapelle und einem Speicher von 1770

Das alte Weninghausen

Die „Vogelkapelle“ von Weninghausen

Eine weitere Besonderheit des kleinen Ortes ist die St.-Cäcilia-Kapelle. Bereits im 17. Jahrhundert wird für Weninghausen eine Kapelle erwähnt, deren Patrone der heilige Georg und die heilige Cäcilia waren.

Foto: Optimist4343, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1860. Heute steht vor allem die heilige Cäcilia im Mittelpunkt. Noch immer wird in Weninghausen um ihren Gedenktag am 22. November eine Patronatsmesse gefeiert. Die Kapelle gehört zudem zu den eingetragenen Baudenkmälern der Stadt Sundern.

Ihren ungewöhnlichen Beinamen verdankt die Kapelle den zahlreichen Nistkästen unter dem Dach. Mehr als 20 Brutplätze bieten dort Vögeln Schutz und Unterschlupf.

Noch heute besteht Weninghausen nur aus wenigen Häusern. Hinter ihnen verbirgt sich jedoch eine Geschichte, die mindestens bis ins Jahr 1253 zurückreicht: von mittelalterlichen Höfen über den grundherrlichen Besitz des Stifts Meschede bis zu alten Familien, Hofstellen und Flurnamen, deren Spuren sich teilweise noch heute erkennen lassen.


Quellen:
Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Linnepe e. V.: „Linnepe – Geschichte des Ortes“
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Landständisches Archiv
Sauerländer Heimatbund, Zeitschrift „Sauerland“, Heft 2/1979
SauerlandKurier: Bericht zur historischen Obstbaumkultur in Weninghausen


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