Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Der alte Hof in Saal lässt sich bis in die Zeit um 1700 zurückverfolgen. Er gehörte zum unteren Haus Lenhausen und war damit Teil eines grundherrschaftlichen Gefüges. Zwischen dem Adelssitz an der Lenne und dem Hof auf der Höhe lagen nur wenige Kilometer.

Woher der ungewöhnliche Name Saal stammt, ist nicht sicher geklärt. Einer Überlieferung zufolge soll auf der Anhöhe einst ein Gerichtssaal gestanden haben. Belegen lässt sich dies bislang jedoch nicht.

Auf rund 550 Metern Höhe liegt Saal etwas abseits der übrigen Siedlungen, doch isoliert lebten die Menschen dort nicht. Kirchlich gehörten sie zunächst nach Schönholthausen, später nach Sundern-Hagen. Wirtschaftlich und familiär bestanden enge Verbindungen in die umliegenden Orte – besonders nach Lenhausen.

Eine dieser Verbindungen lässt sich über Generationen verfolgen. Um 1670, so heißt es, heiratete Elisabeth von den Höfen einen N. Schulte. Elisabeth war die Tochter von Engelbert von den Höfen, der mit Maria Grarf verheiratet war. Engelbert gehörte vermutlich zum Umfeld des Adelsgeschlechts von Lenhausen.

Auch später bestanden enge Beziehungen zwischen Saal und Lenhausen. 1764 heiratete Anna Maria Schulte aus Saal in Schönholthausen den Johannes Schmalohr aus Lenhausen. Der Name Schmalohr blieb anschließend über Generationen mit Saal verbunden.

Foto oben: Hof Schütz vor dem Brand 1958. Die beiden Bäume in der Mitte, eine Kastanie und eine Esche, stehen heute noch. Das Wohngebäude ist heute das Stallgebäude und das „neue“ Wohnhaus steht quer dazu unterhalb der beiden Bäume. Das Foto stammt aus den 1930er Jahren.
(Quelle: Familie Burkhard Schütz)

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