Text: Christel ZIdi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Die alte kurkölnische Residenzstadt bewahrt noch immer den Geist jener Jahrhunderte, in denen sie das politische und geistige Zentrum Westfalens war. Lange bevor preußische Beamte das Bild der Stadt bestimmten, wurde Arnsberg von den Grafen von Arnsberg, den Kölner Kurfürsten und den Bürgern einer blühenden Handwerker- und Handelsstadt geprägt. Ihre Spuren begegneten auch dem jungen August Disselhoff auf Schritt und Tritt.
Auch sein Vater Dietrich war preußischer Beamter, ein Steuer- und Zollinspektor. Um 1840/1841 war er von Soest nach Arnsberg versetzt worden. Die Familie – zu der noch Mutter Florentine und mindestens zwei Kinder zählten, fand in der Schlossstraße 12 ein neues Zuhause. August, 1829 in Soest geboren, und sein zwei Jahre älterer Bruder Julius besuchten das Gymnasium Laurentianum.
Abschiednehmen
Die verwinkelten Gassen der Altstadt, die Ruine des kurkölnischen Schlosses mit dem Blick auf die Ruhr, die eine Schleife um die malerische Stadt zieht – für August Friedrich Georg Disselhoff war dies keine Kulisse, sondern seine Heimatstadt.

Als er 1848 zum Theologiestudium nach Halle aufbrach, fiel ihm der Abschied schwer.
Überliefert ist, dass er auf den Ruinen des alten Schlosses die ersten Verse eines Liedes notierte, das später weit über Westfalen hinaus bekannt wurde: „Nun ade, du mein lieb Heimatland“.
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Ursprünglich lautete der Text „Westfalen mein, ade“, doch seine Kommilitonen machten daraus eine universellere Abschiedshymne – ein Lied, das Generationen mit ihrer Heimat verband.
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