Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
In Meschede gibt es eine Straße mit dem Namen „An Klockenkapelle“. Eine Kapelle sucht man dort heute vergeblich – sie wurde 1906 beim Bau der Lagerstraße abgerissen. Hinter der nicht mehr vorhandenen Klockenkapelle verbirgt sich jedoch eine wunderschöne Geschichte, die vielen Meschedern noch als Überlieferung bekannt ist.
Im Jahr 1683 versuchte das osmanische Heer unter Großwesir Kara Mustafa Pascha zum zweiten Mal vergeblich, Wien zu erobern. Das rund 120.000 Mann starke Belagerungsheer scheiterte an den vereinten Truppen des Heiligen Römischen Reiches, dem Entsatz des polnischen Heeres unter König Johann III. Sobieski sowie der Unterstützung der Republik Venedig und des Kirchenstaates.
Unter den Verteidigern Wiens befanden sich auch westfälische Kontingente – Reichstruppen aus dem Heiligen Römischen Reich. Einer dieser Westfalen war der Sohn des Mescheder Bürgermeisters Heinrich Hengesbach.
Bild oben: Gemälde von Meschede (vor 1839)
Foto: Hans-Peter Grumpe, Foto-Archiv-Meschede

