Text: Christel Zidi
Beitrag mit erzählerischen Ergänzungen

Im Frühsommer des Jahres 1618 brachen zwei Geistliche von Arnsberg nach Remblinghausen auf: Konrad Luther, ein hoher kirchlicher Beamter aus Werl, und der Mescheder Dechant Theodor Verheyden. Im Auftrag des Kölner Erzbischofs sollten sie sich um die Reparatur des Remblinghauser Kirchturms kümmern. Außerdem sollten sie sich nach der verfallenen Kapelle bei „uff dem Alsberge“ bei Beringhausen erkunden.

 „Op der Kliuse“, wie der Ort genannt wurde, lag nahe einer alten Handelsstraße, die von Soest über Meschede, Bödefeld und Winterberg bis nach Hessen führte. Händler, Pilger und Wanderer kamen hier vorbei. Für viele war die Kapelle einst ein Ort der Rast gewesen: ein kurzer Moment der Stille, vielleicht ein Gebet, ein Stück Brot oder ein freundlicher Mensch, der Klausner, der Wasser aus dem Brunnen reichte.

Foto oben: Friedhelm Dröge, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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