Züschen in der Neuzeit – Tradition und Wandel
Mit der Neuordnung Deutschlands nach dem Wiener Kongress wurde Züschen im 19. Jahrhundert Teil der preußischen Provinz Westfalen. Gleichwohl blieb das historische Erbe der Freigrafschaft bis heute sichtbar. Flurnamen wie „Freier Stuhl“ oder „Böses Holz“ erinnern noch immer an die ehemalige Gerichtsstätte der Freigrafschaft. Namen wie „Zwistberg“ („Streitberg“) verweisen auf einst umstrittene Grenzverhältnisse und machen deutlich, dass die Geschichte Züschens bis heute in seiner Kulturlandschaft fortlebt.
Sprachforscher deuten den Ortsnamen Züschen als „Stelle beim abzweigenden Wasserlauf“ und meinen damit die Flüsse Ahre und Nuhne.
Auf der Homepage von Züschen ist etwas Ähnliches zu lesen, was aber durchaus logisch erscheint. Demnach leitet sich der Ortsname von dem Wort zwischen ab, weil das Dorf zwischen Sonneborn und Ahre erbaut wurde. Tatsächlich fließen drei Bäche bzw. Flüsse durch den Ort.
Während Grafen und Kurfürsten die Geschicke der Freigrafschaft aus der Ferne bestimmten, waren die Herren von Winter direkt vor Ort. Ihr Ritterhaus stand am Eingang des Dorfes, sie schützten Kirche und Ort und hinterließen mit dem Hochaltar von 1711 ein bis heute sichtbares Zeugnis ihres Wirkens. Ihr kleines Wappen im Ortswappen erinnert deshalb nicht nur an eine Adelsfamilie, sondern an mehrere Jahrhunderte Züschener Ortsgeschichte.“
Quellen:
www.zueschen.de
Archive.NRW
www.heimatverein.diedenshausen.de

